Geschichte Schmollers JahrbuchNachdem die Bindung der Zeitschrift an die "Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften - Verein für Socialpolitik" mit Heft 4/1999 endet, soll ihre interdisziplinäre und anwendungsorientierte Ausrichtung wiederbelebt werden. Schmollers Jahrbuch - Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bleibt weiterhin eine referierte und zweisprachige (deutsch/englische) Zeitschrift und will ein Forum für interdisziplinäre Arbeiten sein, das offen für angewandte und politikberatende Aufsätze ist. Empirische Analysen sind besonders willkommen, aber auch theoretische Analysen, die sich mit angewandten Fragen beschäftigen, sind ausdrücklich erwünscht. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Europapolitik sind Arbeiten, die sich mit europäischen Fragen befassen, besonders willkommen. Aufgrund des gewaltigen herausgeberischen Aufwandes für eine referierte interdisziplinäre Zeitschrift mit dem Ziel, Autoren schnellstmöglich eine Annahmeentscheidung mitzuteilen und dann auch zügige Veröffentlichung zu gewährleisten, wird - zumindest vorerst - auf Buchbesprechungen verzichtet. Als Gutachter haben sich viele wichtige Vertreter der Wirtschaftswissenschaft engagiert. Hervorgegangen ist die Zeitschrift aus dem 1871 von Franz von Holtzendorff gegründeten "Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtspflege des Deutschen Reiches". Seit 1877 erschien sie als "Neue Folge" unter dem Titel "Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft im Deutschen Reiche". 1913 wurde sie zur Ehrung des langjährigen Herausgebers umbenannt in "Schmollers Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft", 1968 in "Schmollers Jahrbuch für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften" und 1972 in "Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften". Von 1974 - 1999 war sie Publikationsorgan der "Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften - Verein für Socialpolitik". Seit 2008 wird die Zeitschrift vom Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) unterstützt (wwww.ratswd.de). Für Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler wichtig ist, dass das Jahrbuch im "Handelsblatt Ranking" der wirschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften seit 2010 enthalten ist. Ein Aufsatz bringt einen Impact-Punkt von 0,1 (das Maximum, was man bekommen kann, ist 1). Damit gibt es zwar 270 wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften weltweit, die vor dem Jahrbuch liegen; aber auf der anderen Seite gibt es 832 Zeitschriften, die hinter dem Jahrbuch rangieren. Schmollers Jahrbuch wird z.B. besser gerankt als andere deutschsprachige Traditionszeitschriften wie "Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik", "Allgemeines Statistisches Archiv" und die "Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik". Auch "Applied Economics Quarterly (Konjunkturpolitik)" und die relativ neuen "Perspektiven der Wirtschaftspolitik" rangieren hinter Schmollers Jahrbuch. |

