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4/2004

Welche Vorteile bringt eine Pauschalprämie für die Finanzierung des Gesundheitswesens?

Andreas Haufler

In diesem Aufsatz wird argumentiert, dass die Vorteile einer Pauschalprämie im Gesundheitswesen nicht in erster Linie in der damit verbundenen Finanzierungsreform liegen, sondern in ihrem Potenzial zu einer Verringerung der Gesundheitsausgaben zu suchen sind. Mittels einer stilisierten Darstellung des deutschen Steuer- und Krankenversicherungssystems wird gezeigt, dass eine Pauschalprämie keinen systematischen Vorteil bei der Finanzierung der Gesundheitsausgaben bietet. Wenn die mit der Pauschalprämie verbundenen Umverteilungseffekte über das Steuersystem vollständig kompensiert werden, so gehen damit auch alle Effizienzgewinne der Reform verloren. Wenn man dagegen die mit der Reform verbundenen Verteilungseffekte akzeptiert, dann gibt es eine zur Pauschalprämie äquivalente Steuerreform, die die Progressivität der Einkommensteuer reduziert. Einen systematischen Vorteil auf der Ausgabenseite der gesetzlichen Krankenversicherung bietet die Pauschalprämie jedoch dann, wenn sie mit generellen Selbstbehalttarifen verbunden wird. Effizienzgewinne durch eine Reduzierung des moralischen Risiko lassen sich dann erzielen, ohne gleichzeitig die Einkommenssolidarität des Sozialsystems auszuhöhlen.

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